Nach einer Gartensaison haben Spaten, Pflanzkelle und Gartenschere einiges mitgemacht. An den Metallflächen klebt Erde, zwischen den Scherenklingen sitzen Pflanzenreste und mancher Holzgriff fühlt sich rau an.
Bevor die Werkzeuge länger im Schuppen verschwinden, lohnt sich eine gründliche Pflege. Dabei entdeckt ihr auch lockere Verbindungen oder beschädigte Teile, die bei der nächsten Gartenarbeit Probleme bereiten könnten.
Nicht jedes Gerät geht schon im Oktober in die Winterpause. Was ihr weiterhin braucht, bleibt griffbereit – sauber und trocken sollte es trotzdem nach jedem Einsatz zurück an seinen Platz kommen.
🧹 Erde und Pflanzenreste entfernen
Befreit Spaten, Hacken und Pflanzkellen zunächst mit einer festen Bürste von anhaftender Erde. Hartnäckigen Schmutz könnt ihr bei geeigneten Handgeräten mit Wasser lösen.
Beachtet dabei die Materialien und Herstellerangaben. Beschichtete Oberflächen brauchen eine schonendere Behandlung als unbeschichteter Stahl.
Trocknet die Werkzeuge anschließend gründlich ab. Besonders an Übergängen zwischen Metall und Griff sowie in Vertiefungen bleibt leicht Feuchtigkeit zurück.
Holzgriffe reinigt ihr möglichst mit einer Bürste oder einem leicht feuchten Tuch. Langes Einweichen lässt das Holz aufquellen und ist keine dauerhafte Reparatur für einen lockeren Stiel.
Gartenscheren sorgfältig säubern
Pflanzensäfte und Harz können die Klingen verkleben und die Schere schwergängig machen. Entfernt Rückstände mit einem geeigneten Tuch, einer passenden Bürste oder einem vom Hersteller empfohlenen Reiniger.
Arbeitet vorsichtig an den Schneiden und tragt geeignete Handschuhe. Zerlegt eine Schere nur, wenn das Modell dafür vorgesehen ist und ihr die Montage sicher beherrscht.
Nach Arbeiten an kranken Pflanzen kann zusätzlich eine gezielte Desinfektion nötig sein. Reinigt das Werkzeug vorher und verwendet ein für den Zweck geeignetes Mittel nach dessen Anwendungshinweisen.
Reinigen und Desinfizieren erfüllen unterschiedliche Aufgaben: Eine sichtbar saubere Klinge ist nicht automatisch frei von Krankheitserregern.
🔧 Gelenke ölen und Metall schützen
Gebt nach dem Reinigen und Trocknen etwas geeignetes Pflegeöl an die vorgesehenen beweglichen Teile. Bei Gartenscheren gehört dazu häufig das zentrale Gelenk.
Öffnet und schließt die Schere vorsichtig einige Male, damit sich das Öl verteilt. Wischt Überschüsse ab, statt das Werkzeug großzügig einzusprühen.
Ungeschützte Stahlflächen können für längere Lagerzeiten einen dünnen Schutzfilm benötigen. Ob das sinnvoll ist, hängt vom Material und den Herstellerempfehlungen ab.
Öl ersetzt keine Reinigung und repariert keine beschädigten Bauteile. Achtet darauf, dass Pflegemittel weder auf den Boden noch ins Wasser gelangen.
Stiele, Griffe und Verbindungen prüfen
Kontrolliert Holzstiele auf Risse, Splitter und lockeren Sitz. Kleine raue Stellen lassen sich vorsichtig mit feinem Schleifpapier glätten.
Für unbehandeltes Holz kommt ein geeignetes Holzpflegemittel infrage. Beachtet die Produktangaben einschließlich der Hinweise zum Umgang mit benutzten Tüchern.
Gerissene oder stark beschädigte Stiele solltet ihr austauschen. Prüft außerdem Schrauben, Muttern, Federn und Verriegelungen und ersetzt verschlissene Teile bei Bedarf.
Schärfen mit dem passenden Werkzeug
Wenn eine Schere trotz sauberer, richtig eingestellter Klingen schlecht schneidet, kann Nachschärfen nötig sein. Verwendet dafür ein geeignetes Schleifwerkzeug und haltet euch an die Anleitung des Herstellers.
Nicht jede Schneide wird auf dieselbe Weise bearbeitet. Unpassendes Schleifen kann den Schneidwinkel verändern und die Funktion verschlechtern.
Bei stark beschädigten Klingen oder Unsicherheit ist ein Fachservice sinnvoll. Hochwertige Werkzeuge lassen sich häufig nachschärfen oder mit Ersatzteilen weiterverwenden.
🏡 Trocken und übersichtlich lagern
Räumt nur vollständig getrocknete Werkzeuge ein. Ein trockener, gut belüfteter Schuppen oder eine entsprechende Garage schützt besser als ein feuchter Platz unter einer Plane.
Hängt größere Geräte an belastbare Halterungen und bewahrt kleine Werkzeuge übersichtlich auf. Schneiden und Spitzen sollten so gesichert sein, dass niemand versehentlich hineingreift.
Für Akku- und Motorgeräte gelten eigene Wartungs- und Lagerungsvorgaben. Richtet euch bei Reinigung, Akku und Betriebsstoffen immer nach der jeweiligen Bedienungsanleitung.
Eine Bürste und ein Tuch direkt am Aufbewahrungsplatz erleichtern die regelmäßige Pflege. So wird aus dem großen Herbstputz im nächsten Jahr vielleicht schon eine deutlich kleinere Aufgabe.