Goldbrauner Apfel-Crumble in einer hellen Auflaufform mit einer Portion in einer kleinen Schale

Apfel-Crumble mit Zimt – Warme Äpfel unter knusprigen Streuseln

Wenn im Herbst die Apfelkörbe voller werden, muss es nicht immer ein großer Kuchen sein. Ein Apfel-Crumble bringt eure Ernte mit wenig Aufwand auf den Tisch: Unten werden die Fruchtstücke weich und saftig, darüber backt eine lockere Streuselschicht goldbraun. Schon während die Form im Ofen steht, zieht ein warmer Duft nach Äpfeln, Butter und Zimt durch die Küche.

Für dieses Rezept braucht ihr weder einen ausgerollten Teigboden noch einen Mixer. Die Streusel entstehen mit den Händen, und auch unterschiedlich große Äpfel aus dem Garten lassen sich gut verwenden. Noch lauwarm serviert, passt der Crumble zum gemütlichen Nachmittagskaffee oder als Nachtisch nach einem herbstlichen Essen.

🍴 Zutaten für 4 Portionen

Für die Apfelschicht:

  • 800 g Äpfel, vor dem Schälen und Entkernen gewogen
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • 1 EL Zucker, bei süßen Äpfeln nach Geschmack weglassen
  • Etwas Butter für die Form

Für die Streusel:

  • 150 g Weizenmehl, Type 405
  • 90 g kalte Butter
  • 70 g Zucker
  • 1 Prise Salz

Nach Wunsch zum Servieren:

  • Vanilleeis, geschlagene Sahne oder Naturjoghurt

Ihr benötigt außerdem eine flache, ofenfeste Auflaufform mit etwa 24 × 18 Zentimetern Innenmaß. Rechnet mit rund 20 Minuten Vorbereitung und 30–35 Minuten Backzeit.

Welche Äpfel passen zum Crumble?

Aromatische, leicht säuerliche Äpfel bilden einen schönen Gegenpol zu den süßen Streuseln. Gut passen beispielsweise Boskoop oder Jonagold. Ihr könnt auch verschiedene Sorten aus eurer Ernte mischen; je nach Sorte werden die Stücke beim Backen unterschiedlich weich.

Sehr süße Äpfel brauchen meist keinen zusätzlichen Zucker in der Obstschicht. Bei säuerlichen Früchten könnt ihr den angegebenen Esslöffel verwenden. Entscheidend sind ähnliche Stückgrößen, damit die Äpfel möglichst gleichmäßig garen.

🥣 So bereitet ihr den Apfel-Crumble zu

1. Backofen und Form vorbereiten:
Heizt den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft vor. Fettet die Auflaufform dünn mit Butter ein.

2. Äpfel schneiden:
Wascht und schält die Äpfel, viertelt sie und entfernt die Kerngehäuse. Schneidet das Fruchtfleisch in etwa einen Zentimeter große Würfel. Vermischt die Stücke mit Zitronensaft, Zimt und nach Bedarf Zucker. Verteilt sie gleichmäßig in der Form.

3. Streusel herstellen:
Gebt Mehl, Zucker und Salz in eine Schüssel. Schneidet die kalte Butter in kleine Würfel und fügt sie hinzu. Verreibt alles mit den Fingerspitzen, bis kleine und größere Streusel entstehen. Hört auf, sobald sich die Zutaten verbunden haben; ein glatter Teig ist hier nicht das Ziel.

4. Streusel verteilen und backen:
Verteilt die Streusel locker über den Äpfeln, ohne sie festzudrücken. Schiebt die Form auf der mittleren Schiene in den Ofen und backt den Crumble etwa 30–35 Minuten. Er ist fertig, wenn die Streusel goldbraun sind und die Apfelstücke bei einer vorsichtigen Probe mit einem kleinen Messer weich nachgeben. Bei festen Sorten kann es einige Minuten länger dauern.

5. Kurz abkühlen lassen:
Lasst den Crumble vor dem Servieren etwa zehn Minuten stehen. Die Fruchtfüllung ist direkt aus dem Ofen sehr heiß. Anschließend könnt ihr ihn mit einem großen Löffel auf Dessertschalen verteilen.

Tipp
Wenn eure Butter beim Streuselmachen zu weich wird, stellt die fertigen Streusel vor dem Backen für etwa 15 Minuten in den Kühlschrank. So lassen sie sich wieder besser in einzelne Krümel teilen und locker auf dem Obst verteilen.

✨ Kleine Varianten für eure Apfelernte

Für eine kernigere Streuseldecke könnt ihr 30 g des Mehls durch zarte Haferflocken ersetzen. Eine Prise Vanille passt ebenfalls dazu. Wenn ihr neben Äpfeln noch reife Birnen übrig habt, ersetzt einen Teil der Apfelmenge durch gewürfelte Birnen.

Am besten schmeckt der Crumble lauwarm, solange die Streusel noch knusprig sind. Mit einer Kugel Vanilleeis entsteht ein schöner Wechsel zwischen warm und kalt. Wer es weniger süß mag, serviert einfach einen Löffel ungesüßten Naturjoghurt dazu.