Die Kornelkirsche (Cornus mas) gehört zu den fast vergessenen Wildfrüchten, die früher in vielen Bauerngärten selbstverständlich waren.
Heute gilt sie als Geheimtipp für alle, die Abwechslung auf dem Frühstücksbrot suchen. Ihre leuchtend roten Früchte ähneln Kirschen, überraschen aber mit einem viel intensiveren Aroma: fruchtig, säuerlich und leicht herb zugleich. Schon beim Pflücken im Spätsommer duften die Sträucher unverwechselbar – und beim ersten Probieren merkt man sofort, dass man es hier mit einer besonderen Frucht zu tun hat.
Die Erntezeit liegt meist im August oder September. Vollreife Früchte fallen fast von selbst vom Strauch und lassen sich direkt weiterverarbeiten. Besonders beliebt ist ein leuchtend rotes Gelee, das nicht nur durch seinen Geschmack, sondern auch durch die satte Farbe überzeugt. Es passt perfekt aufs Brot, aber auch zu Käse oder als Füllung für Gebäck.
🍴 Zutaten für ca. 4–5 Gläser à 200 ml
- 1 kg reife Kornelkirschen
- 200 ml Wasser
- Saft einer halben Zitrone
- 500 g Gelierzucker 2:1
✂️ Zubereitung
1. Früchte vorbereiten:
Die Kornelkirschen gründlich waschen und verlesen. Reife Früchte sind weich und lösen sich leicht vom Stiel.
2. Saft gewinnen:
Früchte mit Wasser in einem Topf aufkochen und ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis sie aufplatzen.
Durch ein Sieb oder Tuch abgießen – nicht ausdrücken, sonst wird das Gelee trüb. Ergibt ca. 700–800 ml Saft.
3. Gelee kochen:
Saft mit Zitronensaft und Gelierzucker vermischen, aufkochen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen.
Unbedingt eine Gelierprobe machen.
4. Abfüllen:
Das heiße Gelee in sterile Gläser füllen, verschließen und kurz auf den Kopf stellen.
💡 Tipp
Kornelkirschen-Gelee schmeckt nicht nur auf frischem Brot hervorragend, sondern auch zu mildem Käse.
Es eignet sich außerdem als Füllung für Plätzchen oder Rouladen. Wer es aromatischer mag, gibt beim Kochen eine Prise Zimt oder Vanille dazu.
✅ Fazit
Kornelkirschen-Gelee ist ein echter Geheimtipp für alle, die neue Aromen entdecken wollen.
Die alte Wildfrucht bringt Abwechslung auf den Tisch und überrascht mit ihrem intensiven, fruchtig-herben Geschmack. Mit ein wenig Mühe beim Pflücken entsteht ein Aufstrich, der nicht nur optisch ein Highlight ist, sondern auch geschmacklich in Erinnerung bleibt.