Wenn die ersten Kürbisse reif sind und die Abende wieder kühler werden, passt eine warme Suppe wunderbar auf den Tisch. Für diese Kürbissuppe mit Kartoffeln braucht ihr weder eine lange Einkaufsliste noch aufwendige Vorbereitungen. Hokkaido bringt eine kräftige Farbe und ein angenehm nussiges Aroma mit, während die Kartoffeln für eine sämige Konsistenz sorgen.
Ob ihr einen Kürbis aus dem eigenen Garten verarbeitet oder ein schönes Exemplar vom Wochenmarkt mitbringt: Mit Zwiebel, Gemüsebrühe und einem Schuss Sahne wird daraus ein einfaches Herbstessen. Dazu passt frisches Brot, mit dem ihr auch den letzten Rest aus der Schale auftunken könnt.
🍴 Zutaten für 4 Portionen
- 800 g Hokkaidokürbis, ohne Stiel und Kerne gewogen
- 300 g mehligkochende Kartoffeln
- 1 mittelgroße Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe, nach Geschmack
- 2 EL Rapsöl
- 900 ml Gemüsebrühe, bei Bedarf etwas mehr
- 100 ml Sahne
- Salz und Pfeffer
- 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
- 1–2 TL Zitronensaft, nach Geschmack
- Optional zum Servieren: Kürbiskerne und etwas zusätzliche Sahne
Plant etwa 15 Minuten für die Vorbereitung und weitere 25 Minuten für das Kochen und Fertigstellen ein.
Welcher Kürbis eignet sich?
Hokkaido ist für dieses Rezept besonders praktisch, weil seine Schale beim Garen weich wird und mitverarbeitet werden kann. Wascht den Kürbis dafür gründlich und entfernt schadhafte Stellen. Alternativ könnt ihr Butternut verwenden; diesen schält ihr für die Suppe vorher.
Verwendet ausschließlich Speisekürbisse. Probiert vor der Zubereitung ein winziges Stück rohes Kürbisfleisch. Schmeckt es bitter, spuckt es aus und entsorgt den gesamten Kürbis. Die verantwortlichen Bitterstoffe werden durch Kochen nicht unschädlich. Zierkürbisse gehören grundsätzlich nicht in den Kochtopf.
🥣 So bereitet ihr die Kürbissuppe zu
1. Gemüse vorbereiten:
Halbiert den Kürbis auf einem stabilen Schneidebrett und schabt Kerne und faseriges Inneres mit einem Löffel heraus. Schneidet das Fruchtfleisch in etwa zwei Zentimeter große Würfel. Schält Kartoffeln, Zwiebel und gegebenenfalls Knoblauch. Würfelt die Kartoffeln ähnlich groß und hackt Zwiebel und Knoblauch fein.
2. Zwiebel und Gemüse andünsten:
Erhitzt das Öl in einem ausreichend großen Topf. Lasst die Zwiebel darin bei mittlerer Hitze glasig werden. Gebt Knoblauch, Kürbis und Kartoffeln dazu und dünstet alles unter Rühren zwei bis drei Minuten mit, ohne den Knoblauch dunkel werden zu lassen.
3. Weich kochen:
Gießt die Gemüsebrühe an und bringt sie zum Kochen. Lasst das Gemüse anschließend mit leicht aufgelegtem Deckel etwa 20 Minuten sanft köcheln. Prüft mit einer Gabel, ob Kürbis und Kartoffeln weich sind; bei größeren Würfeln verlängert sich die Garzeit etwas.
4. Pürieren und abschmecken:
Nehmt den Topf vom Herd und wartet, bis die Suppe nicht mehr sprudelnd kocht. Taucht den Mixfuß vollständig ein, bevor ihr den Stabmixer einschaltet. Püriert die Suppe nur so lange, bis sie glatt ist. Rührt die Sahne ein, erwärmt alles nochmals und schmeckt mit Salz, Pfeffer, Muskat und etwas Zitronensaft ab.
✨ Abwechslung für eure Suppenschale
Für eine vegane Variante ersetzt ihr die Sahne durch eine ungesüßte pflanzliche Kochcreme und verwendet eine vegane Gemüsebrühe. Etwas frisch geriebener Ingwer oder mildes Currypulver bringt eine andere Würze hinein; dünstet beides kurz mit dem Gemüse an.
Zum Servieren könnt ihr geschälte Kürbiskerne in einer trockenen Pfanne vorsichtig anrösten und über die Suppe streuen. Ein kleiner Sahneklecks passt ebenfalls dazu. Mit geröstetem Brot oder knusprigen Croûtons wird aus der schlichten Suppe ein gemütliches Essen für einen kühlen Gartentag.