Drei spiralförmige, grün bewachsene Hügel im Morgenlicht

Das Kräuter-Gebirge – Drei Berge, drei Düfte

Im Westen von Horvi, oberhalb des Kobold-Brunnens, liegen die drei spiralförmigen Berge des Kräuter-Gebirges.
Niemand weiß, wie sie entstanden sind – doch sie waren schon da, lange bevor jemand anfing, Beete anzulegen oder Pflanzen zu ordnen.
Ihr Aufbau diente später als Vorbild für die kleinen Kräuterspiralen im Zaubergarten.

Von Weitem sehen die drei Hügel aus wie grüne Schnecken aus Erde und Blättern.
Wer sie erklimmen will, muss Geduld mitbringen: Jeder Pfad führt spiralförmig um den Berg, Schritt für Schritt nach oben.
Abkürzungen gibt es keine – und wer versucht, einfach quer hinaufzusteigen, kommt höchstens aus der Puste.

🪴 Die drei Berge

Die drei Berge heißen Grünstein, Sonnblatt und Nebelwipfel.
Auf jedem wachsen andere Pflanzen – und mit ihnen verändert sich die Luft.

🌿 Grünstein – der Heiler

Grünstein ist bekannt für seine Heilkräuter.
Hier wachsen Spitzwegerich, Beinwell, Minze, Kamille, Frauenmantel und Ringelblume.
Ihr Duft ist mild und frisch, und selbst wer nur vorbeigeht, fühlt sich gleich ein bisschen erholter.

☀️ Sonnblatt – der Würzige

Sonnblatt duftet kräftig nach Würze und Sommer.
Thymian, Rosmarin, Salbei, Ysop, Majoran und Oregano wachsen hier in dichten Polstern.
Im Wind mischt sich das Aroma von Harz, Zitrone und Erde – wer hier zu lange schnuppert, bekommt einfach nur gute Laune.

„Wer auf dem Sonnblatt steht, braucht keinen Zauber – nur eine Nase.“

— Rosie

🌫️ Nebelwipfel – der Träumer

Nebelwipfel liegt oft im Dunst.
Hier gedeihen Kräuter, die Schatten und Feuchtigkeit lieben: Baldrian, Mädesüß, Waldmeister, Alant und einige seltene Sorten, die nur Mausi beim Namen kennt.
Die Luft ist kühl und feucht, aber wohltuend – viele sagen, sie klärt den Kopf und beruhigt das Herz.

🌬️ Die Kraft der Düfte

Die Kräuter des Gebirges wirken nicht nur in Tees und Salben.
Ihre Düfte und Ausdünstungen beeinflussen auch jene, die zwischen ihnen wandern.
Wer über den Grünstein geht, wird ruhig und ausgeglichen.
Auf dem Sonnblatt spürt man Tatendrang und fröhliche Leichtigkeit, während der Nebelwipfel oft Träumerei oder stilles Nachdenken auslöst.

Manche Besucher nennen es Magie – Mausi sagt einfach:

„Das ist Natur, die atmet.“

— Mausi

🍃 Mausi, die Hüterin

Mausi sieht sich selbst als Hüterin des Kräuter-Gebirges.
Zwar wachsen im Zaubergarten schon viele Kräuter, doch die Pflanzen von hier oben sind anders – ihr Geschmack, ihr Duft, sogar ihre Heilkraft unterscheiden sich leicht.
Nicht besser, nicht schlechter, einfach anders. Und genau das schätzt Mausi.

Sie nutzt die Vielfalt der drei Berge für ihre Salben, Tees und Tinkturen und sagt, dass kein Kraut zweimal gleich wächst, wenn man ihm genug Freiheit lässt.
Bei jedem Besuch besteigt sie nur einen der drei Berge, prüft, ob alles gut wächst, sammelt einige Kräuter und kommt am Ende des Tages voll beladen, aber zufrieden zurück in den Garten.

🌾 Drei Meinungen, ein Duft

„Ich weiß nicht, ob ich nach einem Besuch im Kräuter-Gebirge entspannter bin oder nur benebelt.“

— Mini-Wurz

Rosie liebt den Ort, weil er so friedlich ist.
Sie fliegt oft zwischen den Kräuterspitzen hin und her, bis sie fast selbst nach Rosmarin duftet.
Mini-Wurz dagegen behauptet, nach zehn Schritten rieche alles gleich –
worauf Mausi nur die Augen verdreht und meint, er solle froh sein, dass er überhaupt noch etwas riecht, bei all dem Erdboden, in dem er ständig wühlt.