Nördlich bis nordöstlich des Zaubergartens breiten sich die Teichlande aus – ein weites Mosaik aus Wasserflächen aller Größen.
Manche Teiche sind groß und tief wie kleine Seen, andere kaum mehr als Pfützen, die nach einem Regen entstehen und wieder verschwinden.
Gemeinsam bilden sie eine Landschaft, in der sich Licht, Himmel und Wolken immer wieder neu im Wasser spiegeln.
Von oben betrachtet sieht das Gebiet aus wie eine zerbrochene Spiegelplatte, deren Scherben alle glitzern.
🌾 Baden oder lieber nicht?
Zwei der größeren Teiche grenzen direkt an den Zaubergarten.
An heißen Tagen sind sie Badestelle, Festplatz und Froschbühne zugleich.
Mini-Wurz muss meist ein bisschen überredet werden, doch sobald er erst im Wasser ist, vergisst er die Zeit und bleibt länger drin, als er jemals zugeben würde.
Rosie geht höchstens mit den Füßen hinein.
Sie findet, schmutziges Teichwasser und schimmernde Flügel vertragen sich schlecht.
Und doch beobachtet sie die Libellen, Frösche und Schnecken mit ehrlichem Respekt.
Mausi dagegen streift meist am Ufer entlang, untersucht Pflanzen und ruft:
„Hier wachsen wunderbare Sumpfkräuter!“ – und schon hat sie die ersten Halme in der Hand.
„Ich geh ja nicht wegen dem Wasser hin – nur wegen dem Matsch. Das ist ein hervorragender Dünger!“
🪷 Heimat der Matschfreunde
Die Teichlande sind ein Paradies für alles, was feucht, glitschig oder laut ist.
In den Uferzonen wuselt, krabbelt und gluckst es ununterbrochen.
Hier wimmelt es von Leben – Frösche, Schnecken, Libellen, Salamander und Regenwürmer teilen sich den Platz.
Siggi, der stille Gartensalamander, lässt sich in der Dämmerung gern blicken, wenn der Boden kühl und weich ist.
Und auch der eine oder andere Regenwurm hat hier im herrlichen Matsch sein Lager aufgeschlagen.
„Ich find das schön hier. Alles redet durcheinander, und trotzdem versteht sich jeder.“
💦 Wasser für alle
Die Maulwurf-Feuerwehr nutzt die Teichlande regelmäßig, um Löschwasser zu holen.
Mick, der Techniker, hat außerdem mehrere kleine Stege und Pumpen angelegt,
damit immer genug Frischwasser in die größeren Teiche gelangt.
So bleiben sie klar, gut belüftet und kippen auch bei großer Hitze nicht um.
Kommandant Muffel überprüft die Wasserstände mit ernster Miene - und wenn es besonders heiß ist, rutschen die drei auch schon mal ins Wasser. Das gehört laut Muffel zur „praxisnahen Ausbildung“.
🐸 Ein lebendiges Mosaik
Die Teichlande sind nie still.
Quaken, Zirpen, Summen und Platschen gehören hier zum Alltag.
Mal spiegeln die Teiche Wolken, mal den Mond, mal nur das eigene Gesicht –
verzerrt von Wellen und Wasserringen.
Wer hierherkommt, spürt: nichts bleibt gleich.
Ein lebendiger Flickenteppich aus Wasser, Spiegelungen und Matsch –
direkt am Rand des Zaubergartens.
„Es geht doch nichts über eine selbstgemachte Sumpfkräuter-Suppe... und ein erfrischendes Bad im Sommer.“
🌿 Fazit
Die Teichlande sind das Gegenteil von Stillstand:
ein Ort voller Bewegung, Stimmen und Leben.
Wer Ruhe sucht, findet sie hier nicht – aber vielleicht etwas Besseres:
den Beweis, dass selbst Matsch glitzern kann, wenn die Sonne ihn richtig trifft.