Vulkan mit Rauchfahne und glühenden Felsen am Fuß der Silberberge

Der Vulkan Feuerschnupfen

Am Rand der Silberberge, wo das Land in warme Glutfarben übergeht, erhebt sich der Vulkan Feuerschnupfen.
Schon von Weitem kann man die Rauchschwaden sehen, die aus seinem Schlot aufsteigen – erst dunkel und dicht, dann rasch vergehend, als hätte der Berg sich nur kurz geräuspert.

Wer ihn zum ersten Mal sieht, erwartet Gefahr. Doch der Feuerschnupfen ist friedlich – ein alter, behäbiger Riese, der mehr schnauft als tobt.

„Wie ein kranker Schornstein“, brummt Mini-Wurz gern, wenn er am Himmel eine dunkle Wolke entdeckt.
Rosie dagegen findet die Schwaden hübsch – „wie kleine graue Schäfchenwolken, die sich verlaufen haben“.
Und Mausi überlegt jedes Mal, ob man die Wärme nicht zum Kräutertrocknen nutzen könnte.

„Immer wenn’s rumpelt, denk ich: Das war kein Regenwurm.“

— Mini-Wurz

🌋 Ein Berg mit Schnupfen

Der Feuerschnupfen hustet regelmäßig, fast pünktlich, als hätte er eine Uhr verschluckt.
Ein Grollen kündigt sich an, dann ein kehliges Räuspern, und schließlich steigt eine dunkle Wolke empor – gewaltig und doch harmlos.
Nach wenigen Sekunden zerfällt sie in kleine, dunkle Wölkchen, die träge über Horvi treiben.

Der Boden vibriert leicht, Funken glimmen auf, und manchmal klingt das Geräusch fast wie ein müdes „Hatschi“.
Mini-Wurz verdreht die Augen: „Immer wenn ich ein Nickerchen machen will, fängt der Vulkan an zu grummeln!“ Darauf kichert Rosie und behauptet, sie habe gehört, wie der Vulkan „Schlaf gut!“ gesagt habe – kurz und leise, ganz höflich eben.

🔥 Glühende Adern

In seinem Innern schlägt ein Herz aus Feuer.
Manchmal öffnet der Feuerschnupfen seine glühenden Adern und schickt langsames, zähflüssiges Licht über den Fels.
Die Lava fließt bedächtig, wie ein Spaziergänger, der keine Eile hat.
Selbst Schnecken schaffen es mühelos, ihr auszuweichen.

Nachts glimmt der Kraterrand in warmem Rot, und wer genau hinsieht, erkennt, wie sich die Spiegelungen der Silberberge darin brechen.
Dann scheint der Vulkan für einen Moment stolz zu sein – ein sanft leuchtendes Zeichen am Himmel von Horvi.

„Wenn er Funken spuckt, wünsch ich mir was. Bisher klappt’s erstaunlich oft.“

— Rosie

🌫️ Am Fuß des Feuerschnupfens

Dort, wo der Fels in schwarze Schlacke übergeht, glüht es selbst im Schatten.
Hier hat Brandur Glimmrich, ein Schlackewichtel, seine Schmiede errichtet – eine Werkstatt aus schwarzem Stein, halb offen und vom Atem des Vulkans gewärmt.
Sein Amboss ruht auf Basalt, das Schmiedefeuer brennt über einer Lavamulde.
Wer vorbeikommt, hört Hämmern, Zischen und ein gelegentliches „Au!“, wenn Funken ihren eigenen Weg suchen.

Brandur liefert Werkzeuge, Gartengeräte und kleine Metallwunder für Horvi.
Mausi schätzt ihn sehr, Rosie findet ihn „glühend sympathisch“, und Mini-Wurz hält lieber Abstand – nicht wegen des Rauchs, sondern weil Brandur so gewaltige Arme hat. „Ein Händedruck von dem, und man vergisst glatt, wie man atmet.“

🧭 Orientierung in Horvi

Der Feuerschnupfen liegt am äußersten Rand des Nordostens und markiert den Beginn des Endes von Horvi.
Sein kurzer, kräftiger Rauchstoß ist weithin sichtbar – ein sicheres Zeichen, dass in dieser Ecke von Horvi alles seinen gewohnten Gang geht.
Bei Nacht leuchtet sein Krater sanft, als wollte er das Land bewachen.

Er ist ein stiller Wächter, ein murmeliges Naturwunder – alt, warmherzig und ein wenig wunderlich.
Manche sagen, er niest nur, damit niemand vergisst, dass er da ist.

„Solange er niest, friert hier keiner.“

— Mausi

🏡 Unterorte entdecken

Entdecke die Schmiede am Fuß des Vulkans.

Brandurs Schmiede

Brandurs Schmiede

In der Glut des Vulkans arbeitet Brandur Glimmrich, der Schlackewichtel. Seine Werkstatt ist warm, rußig und voller Funken – der Ursprung vieler Wunder aus Metall.